Eisenmangel – welche Werte überprüft werden sollten.

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Zusammenfassung des Expertengesprächs mit Dr. Silke Kranz, Allgemeinmedizinerin aus Bad Zell.

 

Eisenmangel zehrt oft unerkannt an der Gesundheit. Das Spurenelement wird für den Sauerstofftransport im Körper und für viele weitere Prozesse benötigt, die sich auf die körperliche Leistungsfähigkeit auswirken. Ein Eisenmangel zeigt sich häufig durch Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, geminderte Leistungsfähigkeit, Blässe, Haarausfall, Kopfschmerzen oder erhöhte Infektanfälligkeit. Der Leidensdruck bei Betroffenen ist groß.

Trifft diese Symptomatik auf Sie zu, sollten Sie ein Labor beim Arzt Ihres Vertrauens machen, damit überprüft werden kann, ob wirklich ein Eisenmangel die Ursache für diese Beschwerden ist.

Der Eisenstatus wird anhand der Blutkonzentration von Eisen sowie verschiedenen Eisenbindungsformen, wie Hämoglobin, Transferrinsättigung (TSAT) oder Ferritin ermittelt.

Folgend ein kleiner Einblick, was die verschiedenen Parameter aussagen und an welchen Referenzwerten Sie sich orientieren können.

 

Hämoglobin:

Das Hämoglobin ist eine Eiweißverbindung und besteht zum Großteil aus Eisen. Es verleiht dem Blut die rote Farbe, denn es macht etwa 90 % unserer Blutkörperchen (Erythrozyten) aus. Hämoglobin sorgt für die Blutbildung und den Sauerstofftransport im Körper.

Der normale Hämoglobinspiegel (Hb) sollten bei Frauen zwischen 12 und 16 g/dl Blut und bei Männern zwischen 13 und 18 g/dl liegen.

 

Transferrin:

Als Transferrin wird ein Protein bezeichnet, das Eisen im Blut transportiert. Die Transferrinsättigung (u.a. auch TSAT bezeichnet) gibt also an, wie viel Eisen das Transportprotein Transferrin gebunden hat, sozusagen wie hoch die Sättigung ist. Es gibt dadurch Aufschluss, wie gut der Körper mit Eisen versorgt ist.
Der Normalwert der Transferrinsättigung bei Erwachsenen liegt in etwa zw. 16 und 45 %, der Referenzwert für Transferrin liegt zwischen 200 und 400 mg/dl.

 

Ferritin:

Ferritin ist ein Protein und kann als Parameter für das Eisendepot bezeichnet werden. Der Ferritinspiegel zeigt, ob die Eisenvorräte im Körper (hauptsächlich in der Leber, Milz und im Knochenmark) gefüllt, verringert oder gar leer sind. Ein gut gefüllter Eisenspeicher bedeutet aber nicht automatisch, dass der Körper gut mit Eisen versorgt ist, da es auch Stoffwechselstörungen gibt, die eine Entleerung des Speichers erschweren oder verhindern.

 

In der Labordiagnostik werden häufig das Serum-Ferritin in Kombination mit dem Hämoglobinspiegel erhoben und für die Beurteilung herangezogen.

Ein niedriger Ferritinspiegel zeigt einen Speichereisenmangel, also das Stadium 1 der Mangelerscheinung, während ein niedriger Hämoglobinspiegel schon einen ausgeprägteren Eisenmangel veranschaulicht, wo der Körper bereits unzureichend mit Eisen versorgt ist.

Eine orale Eisentherapie kann bei einem diagnostizierten Eisenmangel Abhilfe schaffen. Nach einiger Zeit der Einnahme von Eisenpräparaten sollte bereits eine spürbare Besserung der Symptome bemerkbar sein. Bei einer oralen Eisentherapie muss zumeist beachtet werden, dass man die Produkte nicht gleichzeitig mit gewissen Lebensmitteln (Milch, Kaffee,…) einnimmt, da diese die Aufnahme negativ beeinflussen. Auch wird zumeist Vitamin C als Unterstützung für die Aufnahme benötigt. Die regelmäßige Einnahme von oralen Präparaten kann auch dazu führen, dass Eisen zunehmend schlechter aufgenommen wird (Hepcidin-Schranke).

Die Blutanalyse sollte daher regelmäßig durchgeführt werden, damit die Eisenparameter vor, während und nach der Eisentherapie verglichen werden können und um eine Überdosierung zu vermeiden.

 

Besonderheit: Sucrosomales Eisen

Anders als bei herkömmlichen oralen Eisenprodukten – wo zumeist nur Ferritin als Vergleichsparameter ausreichend ist, da zuerst der Speicher aufgefüllt wird – sollten bei einer sucrosomalen oralen Eisentherapie (OLEOvital® Eisen) zusätzlich der Hämoglobinspiegel und die Transferrinsättigung für die Kontrolle herangezogen werden.

Durch die einzigartige Resorptionsform wird dieses Präparat aktiv im Körper verwertet und zu den Zielorganen transportiert. Das Auffüllen des Eisenspeichers (Ferritin) erfolgt daher erst zu einem späteren Zeitpunkt.

Aus diesem Grund wird die Verbesserung des Eisenstatus zuerst nicht anhand des Ferritinspiegels (= Speichereisen) sichtbar, sondern zeigt sich vorrangig durch die Erhöhung des Hämoglobinwertes und der Transferrinsättigung.

Die am Markt befindlichen sucrosomalen Eisenpräparate überzeugen durch hohe Bioverfügbarkeit, optimale Verträglichkeit, guten Geschmack und einfache Einnahme unabhängig von der Tageszeit und anderen Lebensmitteln. Die Aufnahme wird auch bei einem längeren Einnahme-Zeitraum nicht durch Hepcidin beeinflusst, da die Freisetzung des Eisens erst in den Zielorganen und nicht im Magen-Darm-Trakt erfolgt.