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Ernährungstipps, um der Frühjahrsmüdigkeit zu entkommen

Der Frühling ist da, aber viele Menschen fühlen sich müde und ausgelaugt. Haben Sie sich auch gefragt, wie Sie der Frühjahrsmüdigkeit entkommen können?

Was sind die Symptome der Frühjahrsmüdigkeit?
Typische Symptome sind: Kreislaufbeschwerden, Stimmungsschwankungen, Schwindelgefühl, Schlaflosigkeit sowie Konzentrationsschwäche.

Medizinisch gesehen ist das körperliche und seelische Tief zu Beginn des Frühjahrs durchaus zu erklären.

Der menschliche Stoffwechsel arbeitet während der kalten Monate auf Sparflamme und lässt sich nicht mit den ersten warmen Sonnenstrahlen „auf Knopfdruck“ wieder hochfahren.

Hierbei spielen die Hormone eine wichtige Rolle: ein zu niedriger Serotoninspiegel könnte eine der Hauptursachen für die Frühjahrsmüdigkeit sein.

Die Speicher des Glückshormons Serotonin sind nach einem langen dunklen Winter relativ leer, denn unser Körper benötigt für die Produktion Tageslicht. Umgekehrt steigt durch den Lichtmangel im Winter die körpereigene Produktion des Schlafhormons Melatonin, was zur Müdigkeit führt.

In den ersten schönen Tagen produziert der Körper vermehrt Serotonin, gleichzeitig drosselt er die Produktion von Melatonin.

Dieses Auf und Ab der Hormone macht uns müde. Bis der Körper seine Hormonproduktion auf die Frühlingssonne eingestellt hat, dauert es etwa vier Wochen.

Was jetzt hilft sind folgende Maßnahmen:
Eine gesunde und abwechslungsreiche Ernährung, viel Sonnenlicht und Bewegung an der frischen Luft.

Was ist eine gesunde Ernährung?

Vollwertig essen und trinken hält gesund und fördert Leistung und Wohlbefinden. Wie sich das umsetzen lässt, hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung auf Basis aktueller wissenschaftlicher Erkenntnisse in 10 Regeln formuliert.

1. Lebensmittelvielfalt genießen und abwechslungsreich essen, bevorzugt pflanzliche Lebensmittel

2. Give me five: Gemüse und Obst – nimm fünf am Tag: drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst am Tag.

3. Vollkornprodukte wählen

4. Mit tierischen Lebensmitteln die Auswahl ergänzen, Milchprodukte wie Joghurt und Käse täglich, Fisch ein- bis zweimal die Woche, Fleisch sollte nicht zu oft auf den Tisch kommen, also nicht mehr als 300 bis 600 g pro Woche

5. Gesundheitsfördernde Fette verwenden: bevorzugen Sie pflanzliche Öle wie beispielsweise Rapsöl und daraus hergestellte Streichfette

6. Zucker und Salz sparsam verwenden

7. 1,5 Liter sollte man jeden Tag trinken, am besten Wasser oder ungesüßten Tee

8. Schonende Zubereitung der Lebensmittel: besser Dampfgaren als Kochen

9. Mit Bedacht essen

10. Auf das Gewicht achten und in Bewegung bleiben

Ungesundes Essen macht müde

Fertigprodukte machen müde. Fast jede E-Nummer auf dem Etikett steht für einen Inhaltsstoff, den die Körperabwehr als Fremdling unwillkommen heißt: Konservierungsstoffe, künstliche Aromen, Farbstoffe etc.

 

Mehr von der Pflanze und weniger vom Tier

Bereits Sebastian Kneipp predigte in seiner Ernährungslehre, dass wir mehr von der Pflanze und weniger vom Tier essen sollten. Seine Philosophie fußt auf 5 Grundprinzipien: Wasser, Pflanzen, Bewegung, gesunde Ernährung und Balance. Gemäß des Mottos: Wer nicht jeden Tag etwas Zeit für seine Gesundheit aufbringt, muss eines Tages sehr viel Zeit für die Krankheit opfern.

 

Frische auf den Tisch

Gesunde Lebensmittel, bevorzugt aus heimischem Anbau und in Bio-Qualität tragen dazu bei, unser Immunsystem zu stärken. Das Wort Lebensmittel trägt seine Bedeutung bereits im Namen, sie sind Mittel für das Leben und gesunde Ernährung kann einen wesentlichen Beitrag für unser Wohlbefinden leisten.

 

Regenbogenfarben der gesunden Ernährung

Bunt zu essen ist gesund. Gerade im Frühling gibt es eine bunte Auswahl: frische Kräuter, wie Bärlauch, Brennnessel, Kresse, Löwenzahn, Vogelmiere, Gänseblümchen, Gundelrebe etc.

 

Gute Laune mit Vitamin D und Omega-3-Fettsäuren

Ein Grund für die Frühjahrsmüdigkeit könnte auch ein Vitamin D Mangel sein. Nach dem Winter ist aufgrund der geringeren Sonneneinstrahlung, der Vitamin D-Wert meist niedrig. Deshalb ist es nun umso wichtiger viel Tageslicht zu tanken, denn dadurch wird nicht nur Vitamin D, sondern auch Serotonin – das Wachmacher und Glückshormon – gebildet.

Wer regelmäßig Leinöl, Walnüsse oder Avocados in seinen Speiseplan einbaut, sorgt für mehr Energie und gute Laune.

 

Höchste Eisenbahn, um Eisen nachzufüllen

Leere Eisenspeicher gehören mit rotem Fleisch, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten aufgetankt.

 

Fasten und Frühjahrsputz

Ein Frühjahrsputz tut auch unserem Körper gut. Gelegentliches Fasten mit Kräutertees, Obst und Gemüse ist gesund. Das regt den Stoffwechsel an und spendet neue Energie – und das ganz ohne Mühe wie bei strengen Diäten.

 

Nahrungsergänzungsmittel (NEM)

Zu beachten ist, dass es auch Menschen gibt, die einen erhöhten Bedarf an Nährstoffen haben und deshalb auch Nahrungsergänzungsmittel benötigen. Dazu gehören u.a. Veganer, ältere oder chronisch kranke Menschen, Leistungssportler, Raucher etc. Die Einnahme von Nahrungsergänzungsmittel sollte jedoch mit dem Arzt besprochen werden, um eine mögliche Überdosierung zu vermeiden.

 

Andauernde Beschwerden

Dauert die Abgeschlagenheit jedoch länger an, sollte ein Arzt aufgesucht werden. Dadurch können andere Ursachen für die Müdigkeit ausgeschlossen werden.

 

Tanken Sie auf

Tanken Sie auf – mit gesunder Ernährung, Licht, frischer Luft und Bewegung entkommen Sie der Frühjahrsmüdigkeit.